Nach langer Corona-bedingter Pause trafen sich nun die Pädscherstrampler wieder zu einer ersten Tour. Alfred und Marion Lutz hatten eine Wanderung in den Pfälzer Weinbergen ausgearbeitet. Startpunkt war das nördliche Weintor der Deutschen Weinstraße in Bockenheim a.d.W. Bei bewölktem Himmel führte die Tour zunächst durch den Ort, bevor es hoch in die Weinberge ging. Hier stießen die Wanderer auf ein Weinbergshäuschen, das einem Trullo ähnelte. Trulli stehen bevorzugt in Apulien (Italien), sind Rundhäuser mit sich nach oben verjüngendem Steindach. Im weiteren Verlauf kam die Sonne immer deutlicher hervor und es wurde immer wärmer. Daher kam die Mittagsrast vor einer Weinwanderhütte unter hohen schattenspendenden Bäumen gerade recht. Frisch gestärkt ging es noch ein wenig weiter bergauf, bis die Gruppe den Segelflugplatz der „Elwetritsche-Airline“ erreicht hatte. Dann noch ein kurzer Blick ins Motorrad- und Technikmuseum, bevor es nun bergab zurück nach Bockenheim ging. Einer der Weinberge wird als Patenweinberg benannt. Dort können jung Vermählte einen Weinstock mit ihrem Namen pflanzen. Ein riesiger Kalksteinblock („Katzenstein“ / „Götzenstein“) am Wegesrand soll ein heidnischer Altar gewesen sein. Sehr schön unter Schatten spendenden Bäumen steht die kleine Heiligenkirche, eine Feldkapelle mit barocker Fassade und einer Gnadenquelle davor. Schließlich erreichten die Wanderer wieder Bockenheim und kehrten im Cafe Ideal im Haus der Deutschen Weinstraße ein. Nach einer kühlen Weinschorle dankten alle Marion und Alfred Lutz für die schöne Sommertour durch die Weinberge.

Die nächste Wanderung der Pädscherstrampler ist am 18. Juli 2021.

Am Mittwoch 07.07.2021 um 17 Uhr findet die Abteilungsversammlung der Wanderer im Biergarten der Riedhalle statt. Der Vorstand freut sich über eine rege Teilnahme.

 

Wandern2 Juni 2021Wandern1 Juni 2021

REgenbogen SHD

Mittlerweile sinken die Coronazahlen und die Situation entspannt sich glücklicherweise.

Damit scheint in allen Mannschaftssportarten einem geregelten Rundenbetrieb nichts mehr im Wege zu stehen - zumindest im Augenblick.

Der Trainingsbetrieb kann wieder anlaufen. Erfreulich ist die Tatsache, dass die stadteigenen Hallen für die kompletten sechs Wochen der Sommerferien nutzbar sind.

 

Allen Abteilungen viel Erfolg !!!

 

Die Stadt Groß-Gerau nimmt vom 20. Juni bis 10. Juli 2021 wieder am STADTRADELN teil.
Mit der Aktion soll dazu motiviert werden, in einem dreiwöchigen Zeitraum ganz bewusst das Auto stehen zu lassen und auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder auch in der Freizeit auf das Fahrrad umzusteigen. Jeder gefahrene Kilometer zählt und kann in einen Online-Radelkalender eingetragen werden. Aber auch für alle, die sowieso schon jeden Tag Fahrrad fahren, ist es eine gute Gelegenheit zu sehen, wie viele Kilometer auch bei vielen, kleinen Distanzen an einem Tag zusammenkommen.

Nachdem wir jetzt schon zwei mal teilgenommen haben, möchten wir auch diesmal wieder unsere Kilometerzahl verbessern.
Dazu brauchen wir euch!
Jetzt wo es absehbar ist, dass wir in nicht allzuferner Zukunft auch wieder gemeinsam Sport treiben können, ist das Stadtradeln eine tolle Gelegenheit sich langsam wieder mehr zu bewegen und dem inneren Schweinehund den Kampf anzusagen ;-)

Wenn ihr euch über diesen Link anmeldet, ist das Team "SG Dornheim" schon vorausgewählt.
https://www.stadtradeln.de/index.php?id=171&L=1&team_preselect=31667

Bei Fragen könnt ihr euch gerne bei mir melden. (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Viele sportliche Grüße,
Wiebke

PS: Die Spielregeln findet ihr hier: https://www.stadtradeln.de/spielregeln

 

Er Philipp Spalthat die Sportgemeinde Dornheim geprägt wie kein Zweiter: Insgesamt 36 Jahre lang stand Philipp Spalt an der Spitze unseres Vereins. Jetzt ist er gestorben. In der Nacht zum Sonntag schlief Philipp im Alter von 96 Jahren für immer ein. Sein Tod kam trotz des hohen Alters überraschend, denn mit Ausnahme des nachlassenden Gehörs erfreute er sich guter Gesundheit, nahm am Geschehen im Verein regen Anteil und war als Ehrenvorsitzender häufig bei Vorstandssitzungen dabei. „Mit Philipp Spalt verlieren wir eine herausragende Persönlichkeit. Unter ihm als Vorsitzendem hat sich die SG zu einem modernen Großverein mit zahlreichen Sparten entwickelt. Sein Erfahrungsschatz und sein Rat werden uns fehlen“, würdigte SG-Vorsitzender Lars Monzheimer die Verdienste des Verstorbenen.

Geboren wurde Philipp am 30. Januar 1925 als Sohn des Bäckermeisters Ernst Spalt und dessen Frau Dorothea. In jungen Jahren war er ein guter Sportler, der auf einem Acker seine eigene Weitsprunggrube anlegte und mit Begeisterung Fußball spielte, bis die Eltern ihn vor die Entscheidung stellten: Fußball oder Oberschule. Philipp entschied sich für die Schule. Dem Sport aber blieb er eng verbunden, mehr als 80 Jahre war er Mitglied der Sportgemeinde Dornheim.

Nach der Reifeprüfung 1943, der Einberufung zum Militär und Kriegsgefangenschaft kehrte er am 28. Juli 1945 nach Dornheim zurück, absolvierte im elterlichen Betrieb eine Bäckerlehre und bestellte den Hof. 1949 wurde er zum Ortslandwirt gewählt, 1950 nahm er in Frankfurt ein Jura-Studium auf, das er 1956 abschloss. 1961 eröffnete er seine eigene Anwaltskanzlei.

Seine ruhige und ausgleichende Art, seine stets mit Bedacht gewählten Worte führten in Verbindung mit seinem scharfen Verstand und seiner juristischen Expertise dazu, dass Philipp nach und nach zahlreiche Ehrenämter angetragen wurden. Obwohl er vom Typ her alles andere als ein Vereinsmeier war, spielten Vereine doch eine wichtige Rolle in Philipps Leben. 1959 wurde er erstmals an die Spitze der Sportgemeinde Dornheim gewählt. In seine erste Amtszeit, die bis 1973 dauerte, fielen unter anderem die 75-Jahrfeier mit dem Gau-Turnfest (1961) sowie die Gründung der Tischtennis- und Tennisabteilung (1969 beziehungsweise 1972). Als der Posten des Vorsitzenden 1979 vakant wurde, erklärte sich Philipp bereit, ihn übergangsweise erneut zu übernehmen. Aus dem angestrebten kurzen Engagement wurde nichts, auch wenn Philipp immer wieder mahnte, doch einen Nachfolger für ihn zu suchen. Erst 2001 und damit nach 22 Jahren erfolgte der Wechsel zu Klaus Rudolph. In Philipps zweiter Amtszeit entwickelte sich die SG zum modernen Mehrspartenverein mit mehr als 2000 Mitgliedern. Meilensteine waren die Gründung der Handballabteilung (1984) und der Badmintonabteilung (1989), die Einweihung des Vereinsheims Sportcafé (1997) und die Gründung der Tanzsportabteilung (1999). Auch die Eröffnung der kommunalen Dreifeldhalle im Jahr 1989 war von großer Bedeutung für die SG.

Vorstandssitzungen bei Philipp dauerten schon mal länger, weil er alle Meinungen hören, jeden einbinden und niemanden grummelnd nach Hause gehen lassen wollte. Er verstand es, Wogen zu glätten. Noch viel lieber aber ließ er sie erst gar nicht aufkommen. Um seine eigene Person machte er nie viel Aufhebens, sorgte sich eher um andere. Ab und an fürchtete er, dass seine jungen Kollegen in der Kanzlei sich überarbeiten könnten – da war er schon über 90. Im Verein wirkte er als wichtiger Ratgeber. Wenn er gefragt wurde, konnte man auf Philipps Rat zählen. Von selbst mischte er sich jedoch nicht ein: Das gebot ihm der Respekt vor seinen Nachfolgern.

Eine wichtige Rolle spielte Philipp nicht nur bei der SG Dornheim. Auch beim Roten Kreuz und im Kirchbau-Verein engagierte er sich, mit seinem Bruder Ernst war er Mitbegründer des Reit- und Fahrvereins. Von 1955 bis 2003 gehörte Philipp dem Vorstand der evangelischen Kirchengemeinde Dornheim an. Auch in der Politik mischte er mit: Zwischen 1956 bis 1977 saß er im Parlament der damals noch selbstständigen Gemeinde Dornheim, zeitweise war der Sprecher der Dornheimer Wählergemeinschaft. In diese Zeit fielen wichtige Entscheidungen wie der Bau der auch für den Sport dringend benötigten Riedhalle (Eröffnung 1965) oder die Ansiedlung der Riedwerke.

Nie das Rauchen angefangen, nur mäßig Alkohol zu sich genommen und viel Bewegung im Garten – das hat Philipp einmal als sein Rezept für ein langes Leben genannt. Eine wichtige Stütze über viele Jahrzehnte hinweg war ihm seine Frau Lieselotte, die er 1956 geheiratet hatte und die ihm bis wenige Jahre vor ihrem Tod im Jahr 2005 auch in der Kanzlei zur Hand ging. Neben seinem Engagement für Vereine und vor allem für die Sportgemeinde bildete die Kanzlei in Groß-Gerau eine prägende Konstante in seinem Leben. Bis zuletzt war er fast täglich dort und galt noch als gefragter Experte bei komplizierten Fällen im Agrarrecht.

Mit seinem Wissen, seiner Tatkraft und seinem umgänglichen Wesen hat Philipp unendlich viel für die SG getan. Eines ist sicher: So schnell wird ihn niemand vergessen. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

 

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